Sortiment Definition

Die Sortimentsoptimierung beschreibt einen partnerschaftlichen Prozess zwischen Industrie und Handel bei dem das optimale Produktangebot innerhalb einer Kategorie basierend auf den Verbraucherbedürfnissen und Bedingungen des Marktes bestimmt wird.

Im Rahmen dieses Prozesses wird durch Produktergänzungen, -streichungen und -beibehaltungen ein spezifischer Sortimentsvorschlag entwickelt, der die individuellen Rahmenbedingungen des betrachteten Handelsunternehmens berücksichtigt.

(Quelle: Handbuch ECR-Demand Side "Der Weg zum erfolgreichen Category Management": Kapitel IV: Effizientes Sortiment, S. 1ff)

Ziele

Ziel dieser Optimierung ist ein bewertetes Sortiment, das die Zufriedenheit der Verbraucher erhöht und die Geschäftsergebnisse verbessert.

Das festgelegte "optimale" Sortiment bildet außerdem die Grundlage für die erfolgreiche Anwendung der abverkaufsgerechten Regalplatzierung, der Preisfestlegung und der Verkaufsförderung.

Daten und Datenquellen

Die inhaltliche Ausgestaltung einer Sortimentsoptimierung hängt sehr stark von den zur Verfügung stehenden Daten ab, die zwischen den Geschäftspartnern - meist in elektronischer Form - ausgetauscht werden. Diese Daten liegen zum einen auf Handels- und/oder Herstellerseite und zum anderen bei so genannten Datenmittlern (z.B. Marktforschungsinstitute) vor. Vor jeder Sortimentsoptimierung bedarf es einer Abstimmung der beteiligten Partner darüber, welche Daten mit welcher Priorität angewendet und ausgetauscht werden. Mit zuneh-mender Datenverfügbarkeit steigt der Detaillierungsgrad der Sortimentsoptimierung.

(Quelle: Handbuch ECR-Demand Side "Der Weg zum erfolgreichen Category Management": Kapitel IX. Daten und Datenaustauschbeziehungen im Category Management, S. 1ff)

Die wichtigsten und am häufigsten genutzten Daten im Rahmen von Sortimentsoptimierungen sind:

1. POS-/ Scannerdaten Daten, die der Handel aus internen Quellen zur Verfügung stellen kann
z. B. Umsätze für seine Vertriebsschiene
2. Handelspaneldaten Hochgerechnete Marktdaten von Marktforschungsunternehmen
z. B. Gesamtumsatz national für eine Kategorie und/oder Vertriebsschiene
3. Verbraucherpaneldaten (Haushalts- oder Individualpanel) Hochgerechnete Verbraucherdaten von Marktfor-schungsunternehmen
z. B. Käuferreichweite national für eine Kategorie und/oder Vertriebsschiene

Folgende Kombinationen der Datenverfügbarkeit sind möglich:

  • Gar keine Daten liegen vor
  • POS-/ Scannerdaten
  • Handelspaneldaten
  • Verbraucherpaneldaten
  • POS-/ Scannerdaten und Handelspaneldaten
  • POS-/ Scannerdaten und Verbraucherpaneldaten
  • Handelspaneldaten und Verbraucherpaneldaten
  • POS-/ Scannerdaten, Handelspaneldaten und Verbraucherpaneldaten

Sie werden nun durch einen kurzen Fragenkatalog geführt. Dieser wird Ihnen zunächst einmal dabei helfen, Ihr vorhandenes Material zu sichten und Sie dann gezielt zu den passenden und erwünschten Hilfestellungen leiten.


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